Einblick in die Erziehung

Hier nur ein kleiner Überblick, bezüglich der weiterführenden Hundeausbildung: Es gibt ganz einfache Grundregeln für das Training mit Hund. Die erste wäre: Nur üben, wenn Sie sich darauf freuen, denn wenn Sie gestresst oder schlecht gelaunt sind, ist es besser mit Ihrem Hund nicht zu trainieren. An Ihrer Körpersprache und an Ihrem Umgang mit ihm, lassen ihn schnell merken, dass etwas nicht in Ordnung ist. Und somit wird er nicht so reagieren, wie sie es von ihm kennen. Gemeinsames Training soll beiden Spaß machen, sonst kann nichts Vernünftiges dabei herauskommen. Nie üben, wenn der Hund gerade gefressen hat, nicht nur das er dann evt. eine Magendrehung bekommen kann, zum anderen ist dann nur noch bei besonders verfressenen Hunden eine Motivation über Futterbrocken möglich. Dies ist also nicht der Zeitpunkt zum Training, sondern für den Verdauungsschlaf. Kommen wir also zum Training geben Sie Ihrem Hund auf jeden Fall die Gelegenheit sich zu lösen, bevor er konzentriert mit Ihnen zusammenarbeiten soll. Haben Sie einen temperamentvollen Mastiffirwisch kann es sinnvoll sein, dass er sich vor dem Training ein bisschen austobt, allerdings nicht bis zur totalen Erschöpfung. Wie auch im alltäglichen Leben ist auch im Training mit unserem Mastiff Konsequenz nötig. Was normalerweise erlaubt ist, kann nicht ab und zu doch verboten sein. Kein Hund versteht das. Besonders schwierige oder neue Übungen sollten Sie unbedingt am Anfang einer Trainingseinheit anpacken. Dann ist der Hund noch frisch bei der Sache, außerdem hat man so noch die Möglichkeit etwas auszubügeln, wenn eine Übung schief geht. Der Hund beendet damit auf keinen Fall durch eine misslungene Übung frustriert das Training. Hunde merken nämlich ganz genau, wenn Sie unzufrieden sind und natürlich fehlt ihnen auch das Lob und die Belohnung durch den Besitzer. Ein einmal gegebenes Kommando gilt und sollte wenn irgendwie möglich, durchgesetzt werden. Nicht nur auf dem Übungsgelände, sondern auch im täglichen Leben. Wenn sein Kommando Platz gegeben wurde, der Hund aber nur Sitz macht und nicht korrigiert wird, weil man am Plauschen ist, frei nach dem Motto, Hauptsache er bleibt wo er ist, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Hund bei jedem Kommando, bevor er es befolgt, erst abwartet, ob dies jetzt wirklich ernst gemeint ist. Kommen wir zur Übungsdauer. Je jünger der Hund ist, desto kürzer müssen die Übungsintervalle sein. Der Welpe kann sich nicht länger als ein paar Minuten konzentrieren, aber auch ein erwachsener Hund lernt leichter etwas Neues, wenn ihm dies in 5 Teilchen mit jeweils 10 Minuten als in einer Einheit von 50 Minuten beigebracht wird. Es ist sinnvoller, eine Übungseinheit in kleinen Teilen bei einem Spaziergang einzubauen, als sie im Ganzen abzuspulen. Nur Kommandos geben, deren Ausführung durchsetzbar ist. Es ist keinesfalls von dem Hund zu verlangen, dass er stundenlang in der Platz- Stellung verharrt, selbstverständlich darf er zwischendurch aufstehen. Deshalb ist es in diesem Fall besser, kein Kommando zu geben. Überdenken Sie stets die Notwendigkeit eines Kommandos und die Möglichkeit, es durchzusetzen. Versichern Sie sich bei Aufgaben immer der Aufmerksamkeit Ihres Hundes, bevor Sie ein Kommando geben. Blickt er Sie erwartungsvoll an, ist der optimale Zeitpunkt für ein Hörzeichen. Ein Sichtzeichen kann logischerweise ausschließlich bei Augenkontakt mit dem Hund gegeben werden. Vermeiden Sie jedoch für eine Übung das Kommando öfters zu sagen, ansonsten lernt der Hund nur die Bedeutungslosigkeit dieses Wortes. Das heißt, ich sage Platz, mein Hund kennt das Kommando befolgt es jedoch nicht und ich würde es wiederholen und wiederholen........ Gerade beim Heranrufen des Hundes gibt es nur eins, ein klares Kommando. Kein andauerndes wiederholen wie Bonny hier, Bonny, Bonny hier, aber jetzt aber Bonny komm hierher... . Der Hund lernt schnell diese Geräuschkulisse zu ignorieren. Für ihn wird der ständige Lärm den der Besitzer erzeugt nur zu dessen Standortbestimmung. Ihm wird dadurch mitgeteilt, wo sich sein Besitzer befindet, ein Grund keinesfalls sich umzudrehen und sich nach ihm zu orientieren. Betten Sie Ihre Kommandos nicht in ganz Sätze ein. Für Ihren Hund ist es schwierig dann das Wort dessen was er tun soll herauszufiltern. Kommandos müssen eine klare Bedeutung haben. Aber brüllen Sie sie nicht über den ganzen Platz Hunde verfügen über ein ausgezeichnetes Gehör. Es wäre ausreichend, mit ihnen zu flüstern. Dann haben Sie die Steigerung für den Notfall noch parat. Benutzen Sie ein Kommando nur für eine Sache, verwenden Sie z.B. das Wort "Aus" für das Hergeben eines Gegenstandes, aber nicht noch gleichzeitig für das Stillsein . Genauso unsinnig wäre es, wenn innerhalb einer Familie für das sitzen jeder etwas anderes sagen würde z.B. Sitz, Setz Dich, und Hinsetzen. Auch "alte Hasen" brauchen immer mal wieder eine Auffrischungsrunde, um nichts zu vergessen. Trainieren Sie also nicht nur Neues, sondern wiederholen Sie auch immer wieder die bekannten Kommandos. Und wenn mal beim Training gar nichts klappt, dann könnte es daran liegen das es oftmals an einem selbst liegt wenn der Hund nicht die gewohnten Leistungen bringt. Außerdem dürfen Sie Ihrem Hund auch mal einen schlechten Tag zugestehen. Nicht immer läßt sich ergründen warum es nicht funktioniert hat. An einem solchen Tag beenden Sie die Übung frühzeitig mit einem guten Abschluß. Lassen Sie Ihren Hund noch eine Übung machen die sicher gelingt (etwa Sitz). Dann belohnen Sie ihn und loben ihren Hund und haben somit einen positiven Abschluß Ihres Trainings erreicht. So sollte auch nach einer gelungenen Übungseinheit generell der Abschluss aussehen. Eine leichte Übung, die der Hund gerne ausführt und beherrscht, läßt ihn das Training in guter Erinnerung behalten.